Waldgas – was genau ist das?

Was ist eigentlich Waldgas?

Ökogas kennt man. Doch seit einiger Zeit macht ein neues Gasprodukt von sich reden – Waldgas. Was ist darunter zu verstehen? Eine andere Art von Gas, eine neue Bezeichnung? Dieser Artikel lüftet das Geheimnis. Eines sei vorweg verraten: Das Gas kommt nicht aus dem Wald, doch es kommt unseren Wäldern zugute.

Wie aus Erdgas klimafreundlicheres Ökogas wird

Zunächst ein paar Worte zum Begriff „Ökogas“: Rein physikalisch betrachtet, ist Ökogas „normales“ Erdgas. Es stammt aus fossilen Quellen, verbrennt aber im Unterschied zu Kohle oder Erdöl wesentlich sauberer und umweltschonender. Trotzdem setzt die Förderung und Verbrennung von Erdgas natürlich Kohlendioxid (CO2) frei. Zum „Ökogas“ wird Erdgas erst, wenn das emittierte CO2 anderweitig kompensiert wird.

Mittlerweile bieten zahlreiche Gaslieferanten Produkte mit zusätzlichem Umweltnutzen an – sei es, dass durch einen Zusatzbeitrag der Ausbau regenerativer Energieträger gefördert wird oder Klimaprojekte in Entwicklungsländern unterstützt werden. Als Gasverbraucher leistet man somit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, indem man statt konventionellem Erdgas einen Ökogas-Tarif wählt. Einer davon ist Waldgas.

Waldgas – ein Gasprodukt der WEMAG

„wemio-Waldgas“ ist ein Ökogastarif aus der Produktpalette des regionalen Gasversorgers WEMAG. Für jeden Gaskunden, der diesen Tarif wählt, kauft die WEMAG eine sogenannte Waldaktie. Dieses ökologische Wertpapier garantiert die Bepflanzung von 5 m2 Waldfläche in Mecklenburg-Vorpommern. Verantwortlich für die Anlegung und Pflege des neuen Waldes ist der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern.

Doch auch Mitarbeiter und Kunden der WEMAG haben in den vergangenen Jahren – mit Spaten und Gummistiefeln bewaffnet – fleißig Hand angelegt. Viele der einst kleinen Setzlinge sind bereits zu strammen Bäumchen herangewachsen. Je größer sie werden, desto mehr CO2 werden sie binden – und genau darin besteht der Umweltnutzen der Waldaktie. Mittlerweile umfassen die WEMAG-Klimawälder bereits eine Fläche von über 41 Hektar, das ist so viel wie 57 Fußballfelder. Waldgas ist somit wirklich nützliches Ökogas.

MoorFutures: Gesunde Moore für den Klimaschutz

Neben der Aufforstung von Wäldern unterstützt die WEMAG auch weitere Projekte zur Bewahrung natürlicher Ökosysteme und zur Vermeidung von CO2-Emissionen. Sie alle werden durch einen Förderbeitrag finanziert, die in den Ökogas-Tarifen des Anbieters bereits enthalten sind.

Zur Erfolgsstory ist beispielsweise „MoorFutures“ geworden, eine Initiative zur Revitalisierung heimischer Moore. Der Hintergrund: Trocknen Moore aus, so setzen sie große Mengen an Kohlendioxid frei, welches sie im Laufe von Jahrmillionen gebunden haben. Im Rahmen von „MoorFutures“ werden Moore wiedervernässt, damit sie ihre ökologisch wichtige Rolle als CO2-Speicher auch weiterhin erfüllen können. Ganze 7.496 m2 an Mooren konnten so in den letzten Jahren wieder in ihren Naturzustand versetzt werden.

WEMAG: Gasanbieter mit ökologischem Gewissen

Wer steckt eigentlich hinter der Marke „wemio-Waldgas“ und Projekten wie “MoorFutures“? Die WEMAG AG ist ein kommunaler Strom- und Gasanbieter mit Sitz in Schwerin, der fast 600 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen setzt konsequent auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit: Bereits seit 2010 befindet sich die Gesellschaft im Mehrheitsbesitz der Kommunen und Gemeinden innerhalb des Versorgungsgebiets. Seinen Kunden bietet die WEMAG ausschließlich Strom- und Gasprodukte mit Umweltnutzen an. Über einen kleinen Zusatzbeitrag werden Projekte zur Senkung der CO2-Emissionen gefördert, darüber hinaus setzt sich die WEMAG für die Entwicklung effizienterer Stromspeicher ein.

Übrigens: Die Ökostrom- und Ökogastarife werden nicht nur für Privathaushalte, sondern auch für gewerbliche Kunden angeboten.

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