Was für Vorteile hat Ökogas gegenüber herkömmlichem Erdgas?

CO2 - Ausstoß bei Erdgas

Uta Herbert / pixelio.de

Der Energieträger Ökogas hat eine Reihe von Vorteilen zu bieten. Seit einigen Jahren haben Verbraucher die Möglichkeit, unter verschiedenen Gas-Anbietern denjenigen zu wählen, der das für sie günstigste Angebot bereithält. Aber nicht nur aufgrund der Liberalisierung des Gasmarktes entscheiden sich immer mehr dazu, beim Heizen und zur Warmwasser-Aufbereitung auf Ökogas zu setzen.

Alle Vorteile von Ökogas auf einen Blick

  • Bei der Verbrennung von Erdgas fallen weniger CO2-Emissionen an als bei anderen fossilen Brennstoffen.
  • Erdgas verbrennt sauber. Es tritt keine Rußbelastung auf.
  • Die Installation einer Erdgasheizung ist unproblematisch. Dazu sind die Geräte kostengünstiger, verbrauchen weniger Platz und sind einfacher zu bedienen als eine Ölheizung oder andere Systeme.
  • Die weltweiten Erdgasvorkommen reichen im Gegensatz zu anderen fossilen Brennstoffen noch für Jahrzehnte aus und es gibt weitere Reserven, die in Zukunft abbaubar sein könnten.

Dies alles hat sicher dazu beigetragen, dass der Erdgas-Anteil unter den fossilen Brennstoffen, die in Deutschland eingesetzt werden, gegenwärtig etwa 25 Prozent ausmacht. Die Tendenz ist dabei stark steigend. In wenigen Jahren wird Erdgas wohl zum wichtigsten dieser Energieträger werden.

Erdgas vorteilhafter Brennstoff – Bei seiner Verbrennung entsteht dennoch viel CO2

Unter den fossilen Energieträgern hat Erdgas den niedrigsten Anteil an Kohlenstoff. Bei seiner Verbrennung entsteht im Vergleich zu beispielsweise Heizöl mit dem gleichen Heizwert etwa 25 Prozent weniger Kohlendioxyd oder CO2. Die globale Erwärmung geht wohl zu einem erheblichen Teil auf den CO2-Ausstoß zurück. Die Entscheidung für Erdgas ist also bereits ein Beitrag zur Minderung des Treibhaus-Gases in unserer Erdatmosphäre. Dennoch: Auch wenn die CO2-Bilanz beim Erdgas günstiger ist als bei anderen fossilen Energieträgern, wird auch hier Kohlendioxyd in erheblichem Umfang freigesetzt. Derzeit werden in Deutschland in jedem Jahr rund 84 Milliarden Kubikmeter Erdgas verbraucht. Daraus werden 840 Milliarden Kilowattstunden [kWh] gewonnen. Pro Kilowattstunde fallen etwa 0,2 Kilogramm CO2 an. Das heißt, Deutschland kommt hier auf die gigantische Summe von jährlich 168 Millionen Tonnen CO2 durch die Verbrennung von Erdgas.

Doch damit nicht genug. Neben CO2 werden auch weitere Gase für den Treibhauseffekt verantwortlich gemacht. Dazu gehören im Wesentlichen Stickoxide und Methan. Sie werden alle im sogenannten CO2-Emmissionsfaktor erfasst. Das heißt, ihr Anteil an der Klimaerwärmung wird auf denjenigen des CO2 umgerechnet. Es handelt sich also um ein CO2-Äquivalent oder einen CO2-Gegenwert. Wird nun diese Gesamtbelastung mit Treibhausgasen betrachtet, ergibt sich bei der Verbrennung von Heizöl ein CO2-Äquivalent von 0,319 Kilogramm pro Kilowattstunde. Auch hier belastet Erdgas mit 0,247 Kilogramm pro Kilowattstunde die Umwelt deutlich weniger. Auf den Jahresverbrauch in Deutschland gerechnet kommen so aber doch über 207 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent zusammen.

Übrigens werden derzeit in Deutschland jährlich insgesamt fast 1.000 Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt. Das sind 1.000.000.000.000 Kilogramm.

Mit Ökogas werden CO2-Emissionen an anderer Stelle zu 100 Prozent ausgeglichen

Genau an dieser Stelle setzt Ökogas an. Kohlendioxyd wird nämlich nicht nur freigesetzt. Pflanzen beispielsweise nehmen es bei der Photosynthese auf und wandeln es zu Sauerstoff um. Wenn nun also für jedes Kilogramm freigesetztes Treibhausgas beispielsweise eine Aufforstung stattfindet, bei der Pflanzen entstehen, die genau diese Menge aufnehmen, gleicht sich die Klimabilanz aus. Das ist der entscheidende Vorteil von Ökogas gegenüber Erdgas. Häufig wird hier ein zusätzlicher Beitrag erhoben, der in der Regel etwa 0,3 bis 0,5 Cent pro Kilowattstunde beträgt, um damit Klimaschutzprojekte zu finanzieren.

Dabei kommen keine Projekte infrage, die ohnehin aufgrund eines wirtschaftlichen Nutzens durchgeführt würden. Zum Beispiel ist die Aufforstung eines Wirtschaftswaldes unter Verwendung von Ökogas-Geldern nicht sinnvoll. Unterstützte Projekte müssen ganz klar den Klimaschutz im Vordergrund haben. Dabei braucht es nicht nur um die Erhöhung des Baumbestandes zu gehen.

Welche Argumente sprechen für einen Wechsel zu Ökogas?

Die globale Erwärmung gehört zu den Schlüsselproblemen, vor denen die Menschheit gegenwärtig steht. Wesentlichen Anteil an den Klimaveränderungen haben CO2 und andere Treibhausgase, die in die Atmosphäre geraten. Die Nutzung von Erdgas führt hier jährlich alleine in Deutschland zu einem Ausstoß von rund 207 Millionen Tonnen Treibhausgasen. Jeder kann aber einen Beitrag leisten, die individuelle CO2-Bilanz zu verbessern. Der Umstieg auf Ökogas ist eine Möglichkeit. Mit einem Wechsel in einen entsprechenden Ökogas-Tarif wird gewährleistet, dass die durch Förderung, Transport und Verbrennung verursachten CO2-Emissionen vollständig ausgeglichen werden. Das heißt, mit einem Wechsel in einen Ökogas-Tarif werden Belastungen, die auf der einen Seite entstehen, auf der anderen Seite vermieden bzw. eingespart. Es ist gesetzlich geregelt, dass der Wechsel des Gasanbieters ohne Lieferunterbrechungen funktioniert. Wie Sie ohne Probleme den Gasanbieter wechseln, erfahren Sie hier.

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