Checkliste für den Gasanbieterwechsel

Checkliste Gasanbieterwechsel

Gasanbieterwechsel leicht gemacht
Marc Boberach / pixelio.de

Der Gasanbieterwechsel ist weder kompliziert noch schwierig! Mithilfe unserer Checkliste, die sich in zwei Teile gliedert, finden Sie Schritt für Schritt den günstigsten Anbieter.

Checkliste 1: Vor dem Gasanbieterwechsel – Gasanbieter finden

Mehrere hundert Gasanbieter zu vergleichen ist eine Herkules-Aufgabe? Rasch und einfach geht es, wenn Sie einen Online-Vergleichsrechner nutzen. Diese Rechner zeigen Ihnen auf einen Blick, welche Tarife an Ihrem Wohnort verfügbar sind und zu welchen Konditionen sie angeboten werden. Kleiner Tipp: Es lohnt sich, die Websites regionaler Anbieter zu besuchen, um über deren Preisrechner Gaspreise zu vergleichen. Unabhängige Online-Vergleichsrechner listen nämlich meist nicht alle Anbieter. Außerdem kann man hier häufig von speziellen Angeboten profitieren und das Geld bleibt in Ihrer Heimatregion.

Egal, ob unabhängige Online-Vergleichsrechner oder individuelle Preisrechner regionaler Anbieter – die meisten benötigen folgende Angaben:

  • Postleitzahl: Durch die Angabe der Postleitzahl erhalten Sie Angebote, die in Ihrer Wohnregion verfügbar sind.
  • private oder gewerbliche Nutzung: Für gewerbliche Kunden bieten die meisten Anbieter eigene Tarife an.
  • geschätzter Verbrauch in kWh: Der Gaspreis setzt sich immer aus zwei Werten zusammen, einem verbrauchsunabhängigen Grundwert und dem Verbrauchswert. Je nach Höhe Ihres Verbrauchs können verschiedene Tarife zu unterschiedlichen Gesamtkosten führen.
  • Vertragslaufzeit: Wie lang soll die Vertragslaufzeit sein? Ist sie kurz (6 – 12 Monate), dann können Sie flexibel auf bessere Angebote am Markt reagieren. Tarife mit längeren Vertragslaufzeiten sind zwar häufig günstiger, können bei Gaspreis-Schwankungen jedoch nachteilig sein.
  • Kündigungsfrist: Wie lang ist Ihre Kündigungsfrist? Vorteilhaft ist eine Kündigungsfrist von drei bis sechs Wochen, sodass Sie bei einer günstigen Marktentwicklung möglichst rasch den Tarif wechseln können.
  • Vertragsverlängerung: Die meisten Verträge beinhalten eine automatische Vertragsverlängerung. Je länger diese Zeitspanne ist, desto schwieriger wird ein neuerlicher Gasanbieterwechsel.
  • Preisgarantie: Bietet der Anbieter eine Preisgarantie an, und falls ja, bezieht sie sich auf die gesamte Vertragsdauer? Sie haben in diesem Fall keine unvorhersehbaren Preiserhöhungen zu befürchten.
  • Ökogas: Ähnlich wie am Strommarkt können Sie mittlerweile auch Ökogas mit einem geringen Umweltaufschlag beziehen.

Checkliste 2: Der Gasanbieterwechsel selbst

Sobald Sie sich für einen Tarif entschieden haben, ist der eigentliche Gasanbieterwechsel in wenigen Minuten erledigt. Im Normalfall bietet Ihnen der Anbieter ein Wechselformular an, das Sie ausfüllen und anschließend absenden. Sie können das Formular selbstverständlich auch ausdrucken und schriftlich ausfüllen, um es per Post oder Fax an den Anbieter zu senden. Für das Wechselformular brauchen Sie folgende Angaben:

  • Gas-Zählernummer: Diese finden sie auf Ihrem Gaszähler oder Ihrer letzten Gasrechnung.
  • Aktueller Zählerstand: Lesen Sie den Zählerstand möglichst knapp vor dem tatsächlichen Wechsel ab.
  • Derzeitiger Anbieter: Für den Gasanbieterwechsel benötigt Ihr neuer Vertragspartner den Namen Ihres vorherigenAnbieters.
  • Kundennummer beim derzeitigen Anbieter: Zu finden ist diese auf Ihrer letzten Gasabrechnung.
  • Zeitpunkt Kündigung des Altvertrages: Die Kündigung bei Ihrem Altanbieter übernimmt in der Regel der neue Vertragspartner. Sie müssen dazu lediglich angeben, wann der Vertrag gekündigt werden soll. Dabei sind selbstverständlich die bestehenden Kündigungsfristen zu beachten.

Sobald Sie das Wechselformular ausgefüllt und an Ihren neuen Gasanbieter gesendet haben, ist der Gasanbieterwechsel für Sie erledigt. Die Gasversorgung selbst bleibt nahtlos gewährleistet, da keine technischen Änderungen nötig sind. Selbst wenn ein Anbieter insolvent werden sollte (was unwahrscheinlich ist), fällt die Heizung niemals aus, denn die kommunalen Versorger sind verpflichtet, Ihnen Gas zu liefern.

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