Erdgas – Energieträger mit vielen Möglichkeiten

Gabriele Planthaber / pixelio.de

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Erdgas zählt zwar zu den fossilen Energieträgern, kann sich aber unter ökologischer wie ökonomischer Hinsicht gegenüber den anderen Energielieferanten durchaus behaupten. Wichtig ist der Einsatz möglichst moderner Technik wie beispielsweise von Brennwertgeräten. Hinzu kommt das breite Einsatzspektrum von Erdgas, über das im Folgenden ein Überblick gegeben werden soll.

Modern und wirtschaftlich: Heizen mit Erdgas

Wer über einen Erdgasanschluss verfügt, dem steht die Option offen, eine der derzeit effizientesten Heizmethoden zu nutzen. Moderne Brennwerttechnik ist dazu in der Lage, den oberen Heizwert eines Brennstoffs (Brennwert) auszunutzen, wodurch sich besonders hohe Wirkungsgrade von 100 Prozent oder mehr ergeben. Auf diesem Wege lassen sich gegenüber herkömmlichen Heizmethoden Einsparungen von bis zu 30 Prozent bei den Heizkosten erzielen. Durch den hohen Wasserdampfgehalt im Abgas funktioniert Brennwerttechnik mit Gas übrigens besonders gut!

Nicht umsonst wurde der Brennwertkessel mittlerweile zum Mindeststandard erhoben, was energieeffizientes Heizen anbelangt. Unter Berücksichtigung der derzeit gegebenen Rahmenbedingungen hat sich ein Brennwertkessel innerhalb von sieben bis zehn Jahren amortisiert. Dabei gilt: Je älter die vorherige Heizung war, desto höher fallen auch die Einsparungen aus.

Warmwasserbereitung mit Gas

Wer sein Wasser mit Gas anstatt Strom erhitzt, spart abermals. Zu diesem Zweck gibt es Brennwertheizungen mit integriertem Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher. Durchlauferhitzer sind vor allem in kleineren Haushalten mit relativ geringem Warmwasserverbrauch verbreitet. Für Einfamilienhäuser bietet der Wasserspeicher den größten Komfort.

Günstiger Spülen und Waschen mit Erdgas

Das Sparpotenzial, welches sich durch eine moderne Erdgasheizung ergibt, ist damit aber noch längst nicht ausgeschöpft. Auch mit der heimischen Spülmaschine lässt sich noch Energie und damit bares Geld sparen, wenn sie direkt an eine Warmwasserleitung (mit maximal 60 °C Wassertemperatur) angeschlossen wird. Wird dann beispielsweise ein Spülprogramm mit 55 °C ausgewählt, verkürzt sich dessen Laufzeit um etwa 25 Prozent. Infolgedessen sinken dann auch die Stromkosten um ein Drittel.

Das gleiche Prinzip kann auch bei Waschmaschinen angewendet werden. Voraussetzung ist, dass die Maschine sowohl über einen Kalt- als auch einen Warmwasseranschluss verfügt. Bei einem 60 °C-Waschprogramm verkürzt sich die Laufzeit dann um etwa 10 Prozent bei nur noch dem halben Stromverbrauch.

Effiziente Gemütlichkeit: Kachelöfen und Gaskamine

Auch Kamine und Kachelöfen können mit Erdgas betrieben werden, wobei sie sich äußerlich kaum von herkömmlichen Öfen unterscheiden. Mit ihnen lässt sich nicht nur ein höherer Wohnkomfort erzielen, sondern auch noch Einsparungen bei den Heizkosten. Solche Geräte eignen sich nämlich besonders gut für die Übergangszeit, da sie ein bedarfsgerechtes Heizen ermöglichen. Daneben bieten solche Geräte die Vorteile, dass weder Holz gehackt noch Asche entfernt werden muss.

Erdgas in der Küche

Der Gasherd durchlebt gerade eine kleine Renaissance und ist damit zu einem echten Trend in der Küche geworden. In jedem zweiten Haushalt wird wieder mittels Gas gekocht und gebacken. Das ist gegenüber einem herkömmlichen Elektroherd nicht nur besonders praktisch, sondern auch noch ausgesprochen preiswert. Darüber hinaus macht auch hier die technische Weiterentwicklung nicht halt. So gibt es beispielsweise auch Gasherde mit Cerankochfeldern.

Damit sind aber noch längst nicht alle Optionen ausgereizt. Weitere nützliche Hinweise zur Nutzung von Erdgas finden Sie gleich hier!

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