Ökogas – das Erdgas mit Ökonutzen

Wer sich für Ökogas entscheidet, heizt mit Erdgas. Ein Etikettenschwindel also? Keineswegs! Ökogas verhilft Verbrauchern zu einer zusätzlichen Option, die zwischen Erdgas und Biogas angesiedelt ist. Nutzer von Ökogastarifen unterstützen nämlich aktiv Klimaschutzprojekte und leisten auf diese Weise einen Beitrag zur Kompensation von erdgasbedingten CO2-Ausstößen.

Das Besondere an Ökogas: Geförderte Projekte

Im Rahmen der Ökogastarife werden Zusatzbeiträge erhoben, mit deren Hilfe unterschiedliche Projekte zum Umwelt- und Klimaschutz unterstützt werden. Und gerade der Klimaschutz steht bei der Auswahl solcher Projekte ganz oben, da hier ein Ausgleich zum emittierten CO2 geschaffen werden soll. Derartige Projekte können sowohl innerhalb Deutschlands als auch europa- oder gar weltweit angesiedelt sein. Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern ist noch viel Aufklärungsarbeit hinsichtlich des Klimaschutzes nötig, um auch hier Durchbrüche erzielen zu können.

Beispiel MoorFutures

Ein bekanntes Beispiel aus Deutschland sind die sogenannten MoorFutures. Dabei handelt es sich um eine Futures-Initiative, die über den Tarif wemio Ökoaktivgas unterstützt wird. Im Fokus stehen dabei die Moorgebiete in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, die sich über eine Fläche von 500.000 m² ausdehnen. Im Zuge einer intensiven Nutzung wurden diese Moore in der Vergangenheit mehr und mehr entwässert, was zahlreichen dort beheimateten Arten die Existenzgrundlagen entzogen hat. Mithilfe der MoorFutures soll nun eine erneute Vernässung dieser Gebiete herbeigeführt werden, womit sich auch eine genau nachprüfbare CO2-Reduktion erreichen lässt, da durch den zurückgehenden Zersetzungsprozess weniger Treibhausgas in die Atmosphäre gelangt.

Ökogas oder Biogas – auch eine Preisfrage

Im direkten Vergleich stellt Biogas zwar die ökologisch verträglichere Variante dar, kann sich aber im Hinblick auf den Preis pro Kilowattstunde noch längst nicht gegen Erdgas- und Ökogastarife durchsetzen. Trotz allem Umweltbewusstsein bei den Verbrauchern spielt der Preis nach wie vor eine wesentliche Rolle bei der Wahl des Tarifs zur Energieversorgung. Darüber hinaus kann auch Erdgas mit einigen entscheidenden Vorteilen aufwarten, die Verbraucher schnell zu schätzen wissen:

  • Geringere CO2-Emissionen als bei allen anderen fossilen Brennstoffen
  • Weltweit hohe Reserven stellen Versorgung auf Dauer sicher
  • Erdgasheizungen sind relativ günstig und leicht zu installieren
  • Saubere Verbrennung ohne Ruß und Staub

Waldgas – was genau ist das?

Was ist eigentlich Waldgas?

Ökogas kennt man. Doch seit einiger Zeit macht ein neues Gasprodukt von sich reden – Waldgas. Was ist darunter zu verstehen? Eine andere Art von Gas, eine neue Bezeichnung? Dieser Artikel lüftet das Geheimnis. Eines sei vorweg verraten: Das Gas kommt nicht aus dem Wald, doch es kommt unseren Wäldern zugute. Weiterlesen

Welche Projekte werden mit Ökogas gefördert?

Bernd Wachtmeister / pixelio.de

Bernd Wachtmeister / pixelio.de

Zwar gilt Erdgas als vergleichsweise umweltfreundlicher und sauberer fossiler Brennstoff. Dennoch wird bei der Verbrennung Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Das Ökogas-Konzept soll dazu beitragen, die schädlichen Klimafolgen dieser Emissionen auszugleichen. Zu diesem Zweck wird zunächst berechnet, wie viele CO2-Emissionen bei der Verbrennung von Erdgas freigesetzt werden. Durch eine Investition in zertifizierte Klimaschutzprojekte wird genau diese Emissionsmenge an anderer Stelle wieder eingespart – somit ist Ökogas klimaneutral. Finanziert wird der Emissionsausgleich aus dem Zusatzbeitrag für Ökogas. Weiterlesen

Regionale Klimaschutz-Projekte

S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Regionale Klimaschutz-Projekte stellen sich oft persönlich vor und bürgen mit ihrem Namen für Nachhaltigkeit

Noch nicht alle Ökogas-Anbieter haben entsprechende TÜV-Zertifikate oder unterstützen durch den WWF zertifizierte Goldstandard-Projekte. Insbesondere wenn es um die Förderung regionaler Klimaschutzprojekte geht, ist das derzeit oft nicht umsetzbar. Aber auch hier kann ein nachweisbarer Ökonutzen entstehen, der über Dokumentationen überprüft werden kann. Es geht darum, die ersten Schritte zu machen. Dabei sollte der Gas-Kunde die Möglichkeit haben, Projekte, die mit seinen Beiträgen mitfinanziert werden, transparent zu verfolgen. Durch diese Offenlegung ist am besten gewährleistet, dass das Geld aus den Ökogas-Mitteln genau dahin gelangt, wo es den größten Nutzen für den Klimaschutz bietet.

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Wer versichert mir, dass Ökogas auch wirklich einen Ökonutzen hat?

Bernd Schmidt / pixelio.de

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Standards bei Ökogas sind noch nicht verpflichtend, aber erste Zertifikate weisen den Weg.

Die Liberalisierung des Gasmarktes wirkte sich erst seit Oktober 2006 in der Praxis aus. Aufgrund dieses frühen Stadiums gibt es noch keine verpflichtenden Standards für Ökogas. Allerdings haben sich inzwischen einige Ökogas Zertifikate etabliert, anhand derer ein Versorger nachweisen kann, welchen tatsächlichen Ökonutzen sein Produkt hat.

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Das macht den Wechsel zu Ökogas sinnvoll

Bschpic / pixelio.de

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  •  Es werden Klimaschutzprojekte unterstützt, die aktiv an der Verminderung von CO2-Emissionen arbeiten.
  • Es werden beispielsweise Aufforstungsmaßnahmen unterstützt. Der so entstehende Baumbestand bindet nicht nur CO2 aus der Atmosphäre, sondern stabilisiert zudem Böden und wirkt in Gefahrengebieten als natürlicher Hochwasserschutz.
  • Es werden zusätzliche CO2-Minderungszertifikate gekauft. Die Menge dieser Zertifikate ist limitiert. Das heißt, mit jedem Minderungszertifikat, dass angekauft wird, müssen an anderer Stelle CO2-Emissionen begrenzt werden.

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