Welche Vor- & Nachteile hat Biogas?

Tony Hegewald / pixelio.de

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Biogas ist die zu 100 Prozent klimaneutrale Alternative zu Erdgas. Es wird durch die Vergärung von biologischen Materialien in Biogasanlagen gewonnen und zählt daher nicht zu den fossilen Brennstoffen. Ganz grundsätzlich steckt hinter der Biogas-Idee natürlich der Kreislauf-Gedanke. Wir produzieren Abfälle, von denen viele biologisch abbaubar sind. Alleine über den Bio-Hausmüll kommen so jährlich knapp vier Millionen Tonnen zusammen. Dazu kommen deutschlandweit 160 Millionen Kubikmeter Gülle sowie gigantische Mengen an Vieh-Mist und Pflanzenabfällen aus der Landwirtschaft. Diese Biomasse zersetzt sich in jedem Fall. Bei einer offenen Kompostierung, Deponierung oder Verbrennung jedoch kann das Grundwasser leiden und entstehende Biogase entweichen in die Atmosphäre, wo sie den Treibhauseffekt verstärken. Stattdessen ist es möglich, diese ohnehin anfallenden Abfälle in eine Biogas-Anlage zu leiten, wo die Vergärung unter Ausschluss von Licht und Sauerstoff in einem geschlossenen Gärkessel erfolgt.

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Ist Biogas der ideale Brennstoff?

Philipp Pohlmann / pixelio.de

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Bedenkt man, dass das CO2, welches bei der Verbrennung von Biogas ausgestoßen wird, vorher in genau der gleichen Menge von den Pflanzen, aus denen es entstanden ist, gebunden wurde, ergibt sich eine neutrale CO2-Bilanz. Das heißt in der Konsequenz, dass durch Biogas kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre gelangt. Hinzu kommt, dass ein Teil unseres Abfalls – nämlich derjenige aus der Biotonne – zur Biogas-Produktion eingesetzt werden kann. Auch Abfälle aus der Landwirtschaft, wie unverwertbare Pflanzenreste und Gülle, können verarbeitet werden. Damit stellt sich Biogas als der ideale Energieträger dar. Allerdings sind auch hier einige negative Eigenschaften im Gespräch, wie der Einsatz von Energiepflanzen und eine mögliche Förderung von Massentierhaltung. Auch die gegenwärtige Mengenverfügbarkeit sowie die vergleichsweise deutlich höheren Kosten lassen dieses Bild etwas verblassen.

Biogas – Das Brennstoff-Gas, das unter anderem aus Pflanzen entsteht

Bernd Kasper / pixelio.de

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Als Nebenprodukt entsteht Biogas schon seit Jahrtausenden immer dann, wenn organische Abfälle kompostiert werden. Es ist nämlich eines der Abbauprodukte, die bei der Zersetzung von organischem Material durch Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze entstehen. Bei der offenen Kompostierung weicht es ungehindert und ungenutzt in die Atmosphäre ab. Die Herstellung von Biogas in entsprechenden Anlagen ändert das. Hier wird eine vergärbare Biomasse, das sind organische Stoffe wie Pflanzen oder Ausscheidungen, in einem Behälter eingeschlossen, wo sie von den Mikroorganismen zersetzt werden. Das Gas wird gespeichert und gezielt einer Aufbereitungsanlage zugeführt, von wo aus es in das normale Erdgas-Netz eingespeist werden kann. Als Nutzung von Energie, die bei der Zersetzung von organischem Material ohnehin anfällt, kann Biogas also offensichtlich einen sehr sinnvollen Beitrag leisten. Weiterlesen