Abwrackprämie für Biogasanlagen in Österreich

Abwrackprämie für Biogasanlagen in Österreich

Abwrackprämie für Biogasanlagen in Österreich
Foto © Petra Bork / pixelio.de

In Österreich haben vor allem Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Biogas der ersten Generation einen schweren Stand. Sie sind bei weitem nicht so energieeffizient wie die deutlich moderneren Anlagen zweiter Generation. Zudem laufen die Einspeisefördertarife innerhalb der nächsten Jahre aus, was zu einer Stilllegung der betreffenden Anlagen führen könnte. Mit einer Art Stilllegungsprämie sollen die Altanlagen nun aus dem Fördersystem geworfen werden.

Die Regierung von Österreich hat bereits konkrete Pläne gefasst, wie diese Abfindung für veraltete Biogasanlagen aussehen soll. Laut einem Papier des Wirtschaftsministeriums, welches sich mit der Folgenabschätzung des von der Regierung geplanten Technologieabfindungsgesetzes (BTAG) beschäftigt, seien die meisten Anlagen zur Gewinnung von Strom aus Biogas in Österreich, die auf Basis von Einspeisetarifen gefördert werden, in höchstem Maße unrentabel. Ein Umstand, an dem sich auch in Zukunft nichts ändern würde.

Strom aus Biogas: Vorzeitiges Ausscheiden durch Stilllegungsprämie

Deswegen soll nun eine Möglichkeit geschaffen werden, mit welcher die Altanlagen vorzeitig aus dem Fördersystem genommen werden. Mit der einmaligen Stilllegungsprämie möchte Reinhold Mitterlehner eine Art „Abwrackprämie“ für Biogasanlagen etablieren. Ohne stützende Nachfolgetarife würde dies für die meisten der betreffenden Anlagen jedoch das Aus bedeuten. Für Anlagen der zweiten Generation, die mit einem deutlich höheren Maß an Energieeffizienz auftrumpfen können, soll es neue Fördertarife geben.

Rund 300 Biogas-Anlagen in Österreich droht das Aus

Aktuell werden im Rahmen des Ökostromgesetzes von 2012 rund 300 Anlagen gefördert, die Strom aus Biogas erzeugen. Die meisten dieser Anlagen wurden zwischen den Jahren 2004 und 2007 errichtet. Gemäß der damals geltenden Gesetzgebung wurden diesen Anlagen Einspeisefördertarife zwischen 10 und 13 Jahren zugestanden. Die entsprechende Frist ist bei den ersten Anlagen bereits erreicht. Bis zum Jahr 2020 werden die restlichen Anlagen nachziehen.

Aktuell herrscht wegen diversen Verwerfungen auf dem Strommarkt ein recht niedriges Preisniveau bei den Großhandelspreisen, was den Anlagen zusätzlich zu schaffen macht. Ein rentabler Betrieb ist für die überwiegende Anzahl an Biogasanlagen kaum möglich. Daher wird es in den meisten Fällen auch unvermeidlich sein, dass der Betrieb nach Ablauf der Fördertarife eingestellt werden muss.

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